Junge Union Kreisverband Würzburg Land
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Besuch auf Spargelhof Kuhn

JU-vor Ort auf dem Hof Kuhn

Das Gold des Ochsenfurter Gaus ist auch weiß-rot

Junge Union besichtigt den Spargel- und Erdbeeranbau vor Ort

Einen Sonntagnachmittag verbrachte die Junge Union Würzburg Land auf dem Spargelhof Kuhn in Allersheim, um tiefe Einblicke in die Spargel und Erbbeerproduktion zu gewinnen.

Fabian Kuhn begrüßte den CSU-Nachwuchs bei schönstem Wetter auf dem Hof, der derzeit von rund 100 Erntehelfern aus dem EU-Ausland bevölkert wird. Diese werden momentan zur Spargel- und Erdbeerernte eingesetzt und wohnen auf dem großen Hof mitsamt Kantine und eigenen Köchen, um den regionalen Geschmäckern gerecht zu werden. Angefangen von der Arbeit auf dem Feld, insbesondere dem Spargelstechen, zeigte Fabian Kuhn den interessierten Besuchern die Arbeitsabläufe und die technischen Maßnahmen, um höchste Qualität der Produkte zu sichern. Diese bringt der Hof Kuhn ausschließlich als Direktvermarkter über 25 Verkaufsbuden an den Kunden. „Die Politik fordert eine Stärkung der Direktvermarktung, aber im Alltag würden wir uns hier öfters mehr Unterstützung wünschen“ merkt Fabian Kuhn in der Diskussion kritisch an. Gerade im Hinblick auf die geplante Einführung des Mindestlohns schüttelt Kuhn den Kopf über die Politik. „Die Auswirkungen auf die Produktion sind derzeit nicht absehbar. Ausnahmen für Saisonarbeiter soll es nicht geben. Die Preise für Erdbeeren und Spargel aus der Heimat werden deutlich steigen, der Verbraucher schaut jedoch nur auf den Preis.“ Leistungsgerechte Bezahlung ist laut Kuhn bereits jetzt gewährleistet, ohne dass es einen Mindestlohn bräuchte. Der Mindestlohn könne laut Kuhn schnell die Existenz von Betrieben in Frage stellen.

JU-Kreisvorsitzender Marc Zenner, selbst Spezialist für Agrarrecht, sprach sich dafür aus, die Produktion unbedingt vor Ort zu halten und sich nicht vom Ausland abhängig zu machen. „Heimische Produkte sind in der Regel Gewähr für Qualität. Auch müssen sich die Verbraucher fragen, ob man zu jeder Jahreszeit stets auf die volle Vielfalt der Produkte im Supermarkt zugreifen muss oder ob es nicht sinnvoller ist saisonal und regional einzukaufen. Die Entscheidung liegt beim Verbraucher.“

Konkret will die JU auf eine Anmerkung des Gastgebers hin prüfen, ob es eine unbürokratischere Lösung für die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen für Sonntagsarbeit im Landkreis gibt. Gelernt haben die JU’ler jedenfalls, dass der Ochsenfurter Gau nicht nur die Zuckerrübe als „Gold“ kennt, sondern in der Schatzkiste mittlerweile auch Spargel und Erdbeeren liegen. Am Ende des Tages schritten alle Teilnehmer dann zur ausgiebigen Verköstigung – auch vom Grill.